Im Paris der Achtziger Jahre wird ein Hut gefunden, ausgesetzt, vertauscht und verändert dabei das Leben derjenigen, die ihn kurzzeitig tragen.
Der Autor spielt dabei mit der Idee, dass der eigentliche Besitzer des Hutes der damalige französische Staatspräsident Fancois Mitterand ist, und der Hut jeweils ein wenig von dessen Macht, Kraft und Idealen auf seine neuen Besitzer überträgt.

Den roten Faden des Romans bildet der Angestellte Daniel Mercier, der Mitterrands Hut nach einem Abendessen in einer Brasserie findet. Mit dem neuen Hut gelingt es ihm, sich in seiner Firma gegenüber seinen Vorgesetzten ganz neu zu präsentieren, worauf er befördert wird.
Kurz darauf aber verliert er den Hut, der anschließend vorübergehend von einer jungen Frau, einem alternden Parfümhersteller und einem Angehörigen der Pariser Oberschicht getragen wird und deren Lebenswege verändert.
Daniel Mercier ist der Einzige, der weiß, dass der gefundene Hut dem französischen Staatspräsidenten gehört und über besondere Kräfte verfügt, weshalb er alles daransetzt, ihn zurückzubekommen. Tatsächlich gelingt es ihm auch, den Hut wieder an sich zu bringen, am Ende aber gibt er ihn doch seinem ursprünglichen Besitzer zurück.

Wie viele französische Romane besticht auch dieser durch seinen Blick auf die kleinen Dinge und lässt den Leser teilhaben am Frankreich der Achtziger. Das Leben in der Großstadt Paris wird dabei ebenso lebendig wie die politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen zur Zeit Mitterrands.

Am interessantesten ist aber eigentlich die Frage, die man sich immer wieder stellt, wenn man die Veränderungen der Protagonisten erlebt, nachdem sie den Hut an sich genommen haben: Hat der Hut tatsächlich besondere Kräfte oder ist er nicht vielleicht doch nur der äußere Anlass zu einer längst fälligen Entscheidung?