In Herbst und Winter ist wieder mehr Zeit zum Lesen und der Stapel der „nicht anfassen, die lese ich noch!“-Bücher sollte noch etwas schrumpfen, bevor Weihnachten vielleicht neue dazu kommen.

Joe Ides „IQ“ ist unterhaltsam-spannende Sofa-Lektüre, eher ein Krimi als ein Thriller, wie das Cover verspricht.

Die Hauptfigur ist der Privatdetektiv Isaiah Quintabe, der so etwas wie der Sherlock Holmes des schwarzen LA ist (und sicher nicht versehentlich heißt sein Partner Juanelle Dodson).

IQ arbeitet für die meist unterprivilegierte Nachbarschaft, die in der Regel in Naturalien bezahlt, manchmal auch gar nicht. Dieses Mal aber übernimmt er aus Geldmangel den Auftrag, einen Pitbull-Angriff auf den Gangsta-Rapper Calvin Wright aufzuklären, der ihn in die Rap-Szene von Los Angeles mit all ihren schrägen und gefährlichen Gestalten führt.

Die Krimi-Handlung und ihre Auflösung bieten eher wenig Überraschung, aber im Mittelpunkt steht ohnehin die sympathische Hauptfigur mit ihrer Entwicklung, die Ide durch immer wiederkehrende Zeitsprünge zwischen 2005 und 2013 herausarbeitet.