Aus Sicht der Schüler liegt es grundsätzlich und ausschließlich an der Sitzordnung, wenn Trick nichts lernt, schließlich kann er neben Track einfach nicht arbeiten, der arme! Und dass Dicky immer so viel quatscht, liegt nur daran, dass Dacky und Ducky sie immer ansprechen – „da musste ich antworten, Herr Paulsen!“

Im Ergebnis sitzt irgendwie jeder falsch und ich bin schuld, dass keiner was lernt, schließlich ist der Sitzplan ja von mir. (Wenn Schüler den Sitzplan selber machen, ist das Ergebnis übrigens das gleiche. Und schuld bin ich dann auch – weil ich den Plan nicht selber gemacht habe.)

Ich weiß ja nicht, wie die Kollegen ihre Sitzpläne machen, aber man kann mit dieser Kunst locker einen ganzen Abend verbringen:
Dicky sollte nicht neben Dacky sitzen, weil sie sonst so viel quatschen; Track und Tick am gleichen Tisch sorgen auch nur für Unruhe; aber Track neben Ducky geht auch nicht, die mögen sich nicht.
Trick könnte zwar neben Dicky sitzen, muss aber möglichst nach vorne, weil er schlecht guckt. Dicky ist leider so groß, dass hinter ihr niemand mehr etwas sehen kann.
Dacky und Tick können sich nicht ausstehen, da müsste man Track dazwischen setzen, aber dann kann er Trick nicht in Mathe helfen.
Und so weiter…

Ich habe die Suche nach der perfekten, bis zur Abschlussfeier gültigen Sitzordnung aufgegeben und werde losen.
Und zwar an Gruppentischen.
Mindestens alle drei Wochen!
Basta!

Dann sitzen bis zum Ende dieses Schuljahres Tick, Trick, Track, Dicky, Dacky und Ducky garantiert mal nebeneinander, hintereinander oder voreinander. Und wenn am Ende dann alle schuld daran sind, dass keiner aufpassen kann, ist das wenigstens gerecht.