Ich liebe Unterricht und meine Schüler, aber in den Ferien strahlt die leere Schule eine ganz besondere Ruhe aus. Mir kommen die Flure dann stiller als still vor – es ist irgendwie mehr, als dass gerade nur keiner da ist.

Ich nutze die Gelegenheit gerne, um in dieser Ruhe meine To-Do-Liste ordentlich zu verkürzen. Während an Schultagen oft mindestens so viele Punkte auf die Liste kommen, wie man gerade abgearbeitet hat, geht es in den Ferien gut voran.

Die Abwesenheit der Kollegen habe ich genutzt, größere Kopierarbeiten zu erledigen, die schon eine Weile warten. Grammatik-Übungen für den kompletten 9. Jahrgang und die restlichen Klassenarbeiten für das Halbjahr liegen jetzt bereit zum Austeilen. Ich genieße es, dem Kopierer mit einer Tasse Kaffee bei der Arbeit zuzuschauen und anschließend mit Muße und ohne Schlange hektischer Kollegen hinter mir lochen und tackern zu können.

Am Schreibtisch habe ich die Ruhe genutzt, das Zeugnis-Programm für die Halbjahres-Konferenzen vorzubereiten. Da man das nur zweimal im Jahr macht, kostet es immer wieder Zeit, sich reinzufummeln. Durch eine komplett neue Programm-Version war es dieses Jahr besonders schlimm: Alle Schuldaten und über die Jahre vorgenommenen Einstellungen mussten komplett neu angepasst werden. Dabei habe ich nicht zum ersten Mal festgestellt, dass ein Großteil meiner 40 Entlastungsstunden im Schuljahr für die IT-Betreuung bei den Zeugnissen draufgeht.

Für die neue Handreichung zum Programm für das Kollegium habe ich bei der Gelegenheit mal Adobe Spark Post ausprobiert – man möchte ja auch selber ein wenig Spaß dabei haben. Nettes Tool, da werde ich mich auf jeden Fall weiter mit beschäftigen. Die Auswahl an Themes und die Formatierungsmöglichkeiten beim Schreiben finde ich etwas arg eingeschränkt, aber das lag vielleicht an der Browser-Version. (Ein iPad kaufe ich mir jetzt aber trotzdem nicht.)

Jetzt jedenfalls kann das neue Jahr von mir aus kommen.