„I have been thinking.“
„An admirable exercise my friend. Continue it.“
(Agatha Christie)

Hier in Niedersachsen endet gerade die erste Osterferienwoche. Am letzten Schultag habe ich Büro und alles andere fast fluchtartig verlassen und weit weg einfach mal abgeschaltet. War nötig.

Wie so häufig komme ich erst nach einigen Tagen in den Ferien an und wirklich zur Ruhe. Und diese ruhigen Tage inmitten des Schuljahres brauche ich, wie ich immer wieder merke. Dann nehme ich mir die Zeit für Spaziergänge oder ausgedehnte Lesezeiten vormittags auf dem Sofa.

Und inmitten dieser Ruhezeiten kommen dann die Gedanken, die im Schultrubel sofort wieder untergehen oder von wichtigeren Angelegenheiten beiseite gedrängt werden. Jetzt habe ich Zeit für sie, jetzt kann ich ihnen nachgehen.

Wie die kleinen Pflanzen des Frühjahrs kommen sie ans Licht und werden manchmal in rasendem Tempo groß:
Was muss für die nächste Wirtschaftsstunde in der 8. noch vorbereitet werden?
Könnte ich die ganze Einheit nicht anders aufziehen?
Ließe sich dieses Thema vielleicht als digitales Projekt bearbeiten?
Wie gestalte ich dann die schriftliche Arbeit?
Wie könnten überhaupt zeitgemäße Prüfungsformate aussehen?
Wie können Achtklässler zur Übernahme von Eigenverantwortung für ihr Lernen befähigt werden?
Wie könnte man schon in Klasse 5 beginnen, anders zu arbeiten, damit die Schüler dann in den oberen Klassen selber lernen, statt immer weiter nur belehrt zu werden?
Wie viel zeitgemäßen Unterricht lässt die Institution Schule überhaupt zu?

Manche dieser Gedanken wachsen mir nach kurzer Zeit schon über den Kopf, aber das macht nichts; morgen habe ich ja wieder Zeit für sie.

Creative thinking inspires ideas. Ideas inspire change.
(Barbara Januszkiewicz)