In der ersten Ferienwoche habe ich mir die freie Zeit mit Krimi-Lektüre auf dem Liegestuhl vertrieben.

Das erste Buch, Ursula Poznanski / Arno Strobel: „Anonym“, habe ich von einer lieben Kollegin geschenkt bekommen, obwohl sie gar nicht wissen konnte, dass ich aus Hamburg stamme, wo der Plot angesiedelt ist.

Für meinen Geschmack zwar etwas zu brutale Mord-Szenarien, aber ein interessantes Ermittler-Duo, ein auch für Krimifans nicht unbedingt vorhersehbarer Schluss und reichlich Hamburger Schauplätze.

Danach war Robert Galbraith: „Der Ruf des Kuckucks“ an der Reihe.

Hinter diesem Pseudonym verbirgt sich die Autorin der Harry-Potter-Romane, die zwar auch hier wieder nicht besonders literarisch schreibt, aber eine spannende Geschichte um den Mord an einem jungen Model erzählt, die über immerhin 656 Seiten gut unterhält und am Ende sogar überrascht.

Wobei mir die Nebenfigur der jungen und begeisterungsfähigen Sekretärin besser gefallen hat als der etwas stereotypische abgehalfterte Privatdetektiv mit dunkler Vergangenheit.

Als Fan in Frankreich spielender Kriminalromane habe ich dann noch mein Glück mit Pierre Martin: „Madame le Commissaire und das geheimnisvolle Bild“ versucht. Aber sowohl der Titel im ???-Stil als auch die Tatsache, dass Pierre Martin ein Pseudonym für einen deutschen Autoren ist, hätten mir eine Warnung sein sollen: Der Krimi plätschert klischeehaft und irgendwie uninspiriert vor sich hin. Kein Vergleich mit einer Fred Vargas, einem Jean-Claude Izzo oder meinetwegen dem ebenfalls deutschen Ulrich Wickert.

Aber jetzt regnet es ohnehin – Zeit, den Liegestuhl zu verlassen und wieder an die Arbeit zu gehen.