… ging es diese Woche zu wie jede letzte Schulwoche vor den Sommerferien: turbulent und anstrengend.

Nach 22 Zeugniskonferenzen habe ich zwar einen guten Überblick über unsere Schülerschaft und wunderbare, engagierte Klassenleitungen, aber jetzt ist auch die Luft raus.

Allerdings: Mein Workflow wird mit jedem Durchgang besser. Inzwischen sitzen wir mit den Konferenzen nur zwei Türen vom Drucker entfernt und ich kann den Kollegen schon Minuten nach ihrer Konferenz die noch warmen Zeugnisse in die Hand drücken. Somit kann auch ich nur kurze Zeit nach der letzten Konferenz die Tür schließen – da sage einer, Digitalisierung bringe keine Vorteile!

Mit der 8. seit langer Zeit mal wieder Pyramiden-Raten gespielt und meinem Schwur „Unterricht bis zum Schluss!“ damit untreu geworden. Aber immerhin erst nach dem traditionellen Feedback zum Unterricht.

Die 9. hat mich noch einmal riesig überrascht: Hier wollte ich bloß eine kurze Rückschau auf unser Planspiel zur Flüchtlingspolitik der EU machen (das Planspiel „Festung Europa?“ der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg kann ich übrigens sehr empfehlen), da erwartet mich die ganze Klasse noch einmal formell gekleidet in der Aula und hat das große Sitzungs-Rund mit Frühstück vorbereitet. Ein schöner Abschluss dieses Halbjahres!

Dem vorläufigen Plan nach werde ich alle Klassen dieses Jahres auch im nächsten Jahr weiter unterrichten dürfen, das genieße ich immer sehr. Manches, was mir beim Lernen und Arbeiten mit Schülern wichtig ist, kann man nicht in nur ein oder zwei Jahren entwickeln.

Eine Überraschung war auch noch dabei: Nach den Sommerferien bekomme ich wohl eine Anwärterin im Fach Wirtschaft. Ich bin gespannt, noch kenne ich die junge Frau nicht und hoffe bloß, sie hat Spaß an Schule mit allem Drum und Dran.

Montag kommt das Altpapier raus, dann können die Ferien kommen.