Mal wieder mehr bloggen

Schon seit einiger Zeit merke ich, dass entweder ich langsamer werde oder Twitter zu schnell für mich wird.

Unterhaltungen oder Diskussionen dort ähneln einem Strohfeuer, das schnell und heiß entflammt, von dem aber nach einem halben Tag nicht einmal mehr die Glut zu finden ist. Diskurse im Habermas’schen Sinne, die ich eigentlich bevorzuge, habe ich dort noch gar nicht erlebt.

Obwohl Maik Riecken Bloggen in seinem lesenswerten Blogpost zur Digitalisierungs-Avantgarde als „altmodisch“ bezeichnet, ist es gerade genau das, was mir fehlt: längere Texte, die ihre Gedanken und Argumente in Ruhe entwickeln und denen ich in Ruhe folgen kann. Im Idealfall gibt es noch eine Kommentarfunktion und mit der Zeit einen vertiefenden Gedankenaustausch zwischen Autor und Lesern.

Natürlich sind nicht alle Blogs – einschließlich diesem – journalistische Goldgruben, und die Risiken und Abgründe einer Kommentarfunktion sind auch bekannt, aber es sind zumindest mehr als kurze Meinungsbröckchen in 280 Zeichen, garniert mit Must-have-Hashtags.

Also mein Vorsatz: wieder mehr bloggen und lieber Blogs lesen, als mich in meiner Twitter-Timeline zu verlieren.

Zur Not auch mal nur kurz und grundsätzlich weniger vorsichtig und etwas mehr, wie mir der Schnabel gewachsen ist.

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  1. Ich lerne und habe auch mehr von Blogs, und die Kommentare darunter sind verbindlicher als bei Twitter – ich mag Twitter, aber wenn’s drauf ankommt, hat’s dann doch wieder keiner so gemeint, und war ja nur blumige Metapher. Und das verschwindet halt alles wieder, während es im Blog länger Bestand hat. – Will heißen: Ich stimme dir zu und lese gerne neue Blogeinträge.

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